Montag, 18. April 2016



Vindobona - das römische Wien

Wien wurde unter dem römischen Namen Vindobona Ende des 1. Jh. n. Chr. als Legionslager gegründet. Es erstreckte sich vom heutigen Schwedenplatz bis zur Naglergasse, und vom Stephansplatz bis zur Straße Tiefer Graben. Drumherum entwickelte sich schnell eine Lagervorstadt (canabae legionis) und es wird vermutet, dass diese Lagervorstadt mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet war, die typisch für römische Städte waren, wie Thermen, Forum, Tempel und auch ein Amphitheater. Dieses wurde jedoch noch nicht lokalisiert, aber es gab auch so Spuren von Gladiatoren in Vindobona, wie Öllampen als typische Fan-Artikel, wie dieses etwas verwitterte Exemplar. 





Ähnlich wie in dem Grab aus London gab es auch in einem Wiener Grab eine Öllampe mit einem Gladiatorenmotiv als Grabbeigabe: Sie zeigt einen Gladiator, der den Schild niedergelegt hat und die linke Hand zum Zeichen der Aufgabe erhebt.



In den Häusern von Vindobona gab es auch Geschirr aus Terra Sigillata, das auch mit gladiatorischen Motiven verziert sein konnte, wie das Beispiel dieser Schüssel zeigt:



Wenn man sich die Umzeichnung ansieht, könnte die linke Gestalt ein Venator sein, der mit einem Spieß auf ein Tier losgeht. Die beiden Gladiatoren könnten ein Murmillo (links) und ein Thraex (rechts) sein, wobei der Schild des Murmillos von der Form eher keltisch anmutet und der Thraex keine gebogene sica hat.








Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen